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Weisse Fremde - Galerie - Videos

Captus

Captus - Acryl auf Leinwand  100 x 100cm

Aus der Serie "Weisse Fremde" - „Jeder ist ein Fremder, fast überall auf der Welt.“

Mit diesem Thema befasst sich der Bilderzyklus „Weiße Fremde“. Fremdsein in einer Gesellschaft ist schwer. Misstrauen und Ablehnung machen dem Außenseiter zu schaffen. Dazu kommen die eigenen unverarbeiteten Gefühle wie Heimweh, Verlust und Hoffnung. Die Angst vor Verletzungen ist groß. Die Männer und Frauen dieser Bilder aüßern ihr Fremdsein auf unterschiedliche Weise. Während sich in den Gesichtern der Frauen Gefühle deutlich widerspiegeln, verstecken sich die Männer hinter einer Maske aus Unnahbarkeit und Arroganz.
Die Fremden in den Bildern sind weiß. Dies deutet auf den globalen Charakter des Themas. In Westeuropa verbindet der Bürger mit Fremden dunkle Farben wie dunkle Haut, schwarzes Haar und dunkle Augen. Dabei übersieht er, dass im überwiegenden Teil der Welt Hellhäutige Fremde sind. Die „Weißen Fremden“ sind zwar als Menschen erkennbar, können aber keiner ethnischen Gruppe zugeordnet werden. Auch die lateinischen Titel der Bilder befassen sich mit den Gefühlen der Fremden.. Siehe Galerie...

Borderliner - Galerie

Borderliner

Borderliner II -  Acryl und Öl auf Leinwand 40 x 50 cm

In der Weiterentwicklung der Reihe „Weiße Fremde“, in der die Künstlerin Xenia Marita Riebe sich mit den sozialen Folgen der Globalisierung auseinandersetzt, entstanden zu Beginn des Jahres 2006 die Arbeiten „Borderliner I – VIII“. Die bis dahin in der sozialen Kälte erstarrten Fremden geraten nun in Bewegung. Sie bewegen sich in Gruppen oder Reihen auf einem schmalen Grat, der sowohl Synonym für die Grüne Grenze zwischen zwei Staaten als auch für den inneren Zustand des heutigen Menschen ist. Grenzen überschreiten, räumlich wie emotional ist eine Folge der Ungleichverteilung der Ressourcen wie des Kapitals. Während die Psyche des einen Menschen durch den Überfluss an Wohlstand aus dem Gleichgewicht gerät überschreitet der andere die Grenze um Teil dieser Wohlstandsgesellschaft zu werden. Mobilität ist im 21. Jahrhundert eine Voraussetzung zur Gestaltung des Lebensplans geworden. Aber Mobilität bedeutet gleichsam den Verlust der Verbindung zur Vergangenheit. Es fehlt die Möglichkeit soziale Kontakte aufzubauen oder zu erhalten. Die Folge sind Entwurzelung und Einsamkeit, die wiederum zu Grenzüberschreitungen führen können.

Die Borderliner in den Bildern von Xenia Marita Riebe sind Ausdruck der unterschiedlichsten Formen der Grenzüberschreitungen, die geographisch, physisch wie psychisch sein können, die aber immer einen Eingriff in das grundlegende Bedürfnis nach Stabilität bedeuten.

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Klone - Galerie - Video

Cloning

Liv, Lilo, Lida, Lisia -  Acryl auf Leinwand  70 x 50 cm

Der Bilderzyklus Klone wurde vom 19.5.05 - 16.6.05 im Rahmen der Ausstellung "MenschSein im Zeitalter der Gentechnik" zum ersten Mal gezeigt. Die Ausstellung fand in der City Kirche Wuppertal-Elberfeld statt. Sie ist Teil eines Projekts zur Gentechnik der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, Fachbereich Bioethik. Eine zweite Ausstellung begann am 25.09.05 in der Stadtkirche Remscheid.

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Afrikanische Höhlenmalerei und moderne Technik - Galerie

african rock painting

Goetzenanbeter    Gouache auf Papier  19 x 11 cm

Die ältesten Spuren menschlichen Lebens wurden bisher auf dem afrikanischen Kontinent gefunden. Es gilt heute als sicher, daß die gesamte Menschheit hier ihren Ursprung hat.
Vor tausenden von Jahren malten im Hohen Brandberg, einem Gebirge im heutigen Namibia, Steinzeitjäger Abbilder ihrer Selbst auf die Wände ihrer Höhlen. Der Brandberg bot mit seiner günstigen Lage im Übergangsbereich zwischen Wüste, Halbwüste und Savanne den dort lebenden Menschen gute Bedingungen. Dabei spielt die Hochgebirgssituation eine entscheidende Rolle, da die geringen Niederschlagsmengen nicht versickern, sondern vom Felsenuntergrund in zahlreichen Spalten und Vertiefungen aufgefangen werden. Der sich dadurch entfaltende üppige Planzenreichtum war für die Besiedlung des Brandbergs ebenso wichtig, wie das Wild, das sich die Wasserreservate zu Nutzen machte. Im Vergleich mit der Namibwüste herrschen im Brandberg gemäßigte Temperaturen. Es wird tagsüber nicht so heiß und Nachts nicht so kalt. Dieser Effekt ist unter den Felsschutzdächern besonders deutlich zu spüren, die fast immer als prähistorische Wohnstellen genutzt wurden.
Im Brandberg ist durch Verknüpfung der Malereien mit altersbestimmten archäologischen Fundschichten eine Datierung gelungen. Sie ergab, daß die meisten der mit großer künstlerischer Fertigkeit gemalten menschlichen Figuren vor etwa 6000 Jahren entstanden sind. Sie gelten als der älteste Ausdruck künstlerischen Schaffens.
Die Felsmalereien am Brandberg werden wissenschaftlich dokumentiert und ausgewertet am Heinrich-Barth-Institut der Universität Köln.

Xenia Marita Riebe machte vor einigen Jahren die zarten Protagonisten der Felsmalereien zum Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Ein Schlüsselerlebnis, gekoppelt mit dem schon geweckten Interesse an der Evolution, war der Auslöser für die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Ihre Begeisterung für diese frühe Kunstform führte sie zum Brandberg, wo sie sich zu weiteren Bildern inspirieren ließ, in denen die Vorfahren der heutigen San, die Khoisan, verschiedene kulturelle Epochen durchlaufen. Federnden Schrittes erobern sie antike Tempel, schleichen durch mittelalterliche Schlösser, tanzen unter Hochspannungsleitungen oder nehmen wie selbstverständlich U-Bahnen in der heutigen Zivilisation.
Mit ihren Bildern möchte die Künstlerin in erster Linie auf die Entfremdung des modernen Menschen von seinen natürlichen Instinkten hinweisen. Die "Dienerin der Technik" macht deutlich, was gemeint ist: die "Höher-Schneller-Weiter Attitüde" der Technisierung läßt viel zurück, was schnell vergessen scheint, aber in Überlagerung wieder zum Vorschein kommt
Alle Figuren ihrer Werke sind direkt den Felsenzeichnungen vom Brandberg entlehnt. Das afrikanische Licht der Savanne, die Klarheit des Himmels und die Sonnenuntergänge über den orangeroten Dünen der Namibwüste inspirierten die Künstlerin mit leuchtenden Farben zu malen.
Der Malgrund Zeitung ist ein Hinweis auf die Funktion der Felsbilder zur Zeit der Khoisan. Neben anderen Interpretationen könnte es sich bei den Höhlenkünstlern um Chronisten oder gar "Journalisten" gehandelt haben, die die Tradition ihres Volkes dokumentierten, oder durch ihre Malereien Neuigkeiten weitergaben. So wird der Malgrund Zeitung zu einer weiteren Assoziation.
Xenia Marita Riebe möchte mit ihren Bildern auch um mehr Toleranz im Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe werben.
So ist es ihr Anliegen, bei den Menschen unserer Breiten ein Bewußtsein dafür zu schaffen, daß das menschliche Leben im sogenannten dunklen Erdteil seinen Ursprung hat und so Impulse für ein globales Denken und Handeln zu geben. Siehe Galerie...